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Fragekatalog im Rahmen der mündlichen und praktischen Teilprüfung für nach § 11 TierSchG genehmigungspflichtige Personen

a) Fragekatalog für das Fachgespräch

Das Fachgespräch besteht aus drei Teilbereichen (ca. 60 Minuten). Im ersten Abschnitt werden dem Prüfling ca. zwei bis drei Bilder vorgelegt, anhand derer der Prüfling die jeweils gezeigte Situation beurteilen soll. Der zweite Teil umfasst die Analyse eines Videos durch den Prüfling (optisches Ausdrucksverhalten und dessen Interpretation). Im dritten Teil werden dem Prüfling aus sieben Kategorien, des unten aufgeführten Fragekataloges, jeweils eine Frage pro Kategorie gestellt. Insgesamt darf die Prüfungszeit von 60 Minuten nicht überschritten werden.

I. Prüfungsfragen Themengebiete: Ethologie, Welpenentwicklung, Rasseunterschiede

1. Gibt es beim Hund einen „Aggressionstrieb“?

2. Von welcher Tierart stammt der Haushund ab? Nennen Sie Beispiel dafür, wie sich Hunde, bedingt durch die Domestikation, von Wölfen unterscheiden.

3. Wie kann man erklären, warum die meisten Hunde ständig hungrig wirken bzw. futtergierig sind? Welche Probleme können sich daraus ergeben?

4. Wie kann man erklären, warum Hunde Menschen zur Begrüßung anspringen bzw. das Gesicht ablecken wollen? Wie gewöhnt man Hunden dies Verhalten ab?

5. Ist das Fressen von Pferdeäpfeln oder Katzenkot eine Verhaltensstörung?

6. In welchem Zusammenhang packen Hunde andere Tiere im Nackenfell und schütteln sie? Sollte man dieses Verhalten in der Hundeerziehung imitieren?

7. Welche Funktionen können Kot- und Urinabsatz, abgesehen von der Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, noch erfüllen?

8. Sind Hunde Einzelgänger oder soziale Tiere (obligat sozial)? Welche sozialen Beziehungen bilden Hunde aus? Organisieren sich Hundegruppen demokratisch?

9. Wenn ein Hund sein Futter verteidigt, kann man daraus schließen, dass er sich „dominant“ fühlt? Stimmt es, dass ein ranghoher Hund immer zuerst frisst und nie etwas abgibt?

10. Wie zeigt man als Mensch seinem Hund, wer bestimmt (wie setzt man „Leadership“ durch)?

11. Ein Hund reitet auf einen anderen auf, was kann die Ursache sein?

12. In welchen Phasen verläuft die Verhaltensentwicklung?

13. Wann ist die „sensible Phase“ des Hundes? Was für eine Bedeutung hat sie?

14. Was bedeutet Sozialisierung? Was sollte diesbezüglich der Züchter gewähren? Bitte Beispiele nennen.

15. Was sollte der Züchter bezüglich der Gewöhnung an Reize gewähren? Bitte Beispiele nennen.

16. Welche Herkunftskriterien sind empfehlenswert beim Erwerb eines Welpen/Hundes?

17. Was ist bei der Übernahme eines Hundes aus einem Tierheim zu beachten?

18. An welchen Kriterien kann man einen empfehlenswerten Züchter erkennen?

19. Welches Alter ist geeignet zur Abgabe von Welpen? Was schreibt die Tierschutz-Hundeverordnung dazu vor?

20. Was sollte der neue Besitzer im Sinne der Sozialisierung und Habituation (d.h. Gewöhnung an Reize) beachten? Wie unterstützen Sie ihn dabei?

21. Wie kann ein „Tierarzttraining“ aussehen, d.h. was kann man tun, um einen Welpe auf den Tierarztbesuch bzw. die tierärztliche Behandlung vorzubereiten?

22. Was sollten Sie bei der Durchführung von Welpengruppen bezüglich der Sozialisation und Habituation beachten? (Gruppenzusammenstellung, Eingreifen, Räume/Gelände, …)

23. Wann und wie erlernt ein Hund die „Beißhemmung“?

24. Wie entwickelt sich das Ausscheidungsverhalten bei Welpen?

25. Wie erzieht man einen Welpen zur Stubenreinheit?

26. Ist es eine sinnvolle Methode, dem Hund die Nase in seinen Urin zu drücken? Welche Gefahr kann daraus resultieren?

27. Haben Hunde ein „schlechtes Gewissen“, wenn Sie z.B. in die Wohnung „gemacht“ haben? Welche Missverständnisse können entstehen?

28. Wie gewöhnt man bereits Welpen an das Alleinsein?

29. Was ist ein geeigneter Hund für die Familie? Welche Faktoren spielen eine Rolle „kinderfreundlichen Hund“?

30. Haben alle Vertreter einer Rasse die gleichen Verhaltenseigenschaften? Was sind Leistungs- und Showlinien?

31. Zu welcher Aufgabe werden/wurden Herdenschutzhunde gezüchtet, welche Eigenschaften sind typisch? Nennen Sie Rassebeispiele.

32. Zu welcher Aufgabe werden/wurden Hütehunde gezüchtet, welche Eigenschaften sind typisch? Nennen Sie Rassebeispiele.

33. Ein Border Collie „hütet“ ein Baby im Kinderwagen (fixiert es mit den Augen). Wie ist das zu bewerten?

34. Zu welcher Aufgabe werden/wurden Terrier gezüchtet, welche Eigenschaften sind typisch? Nennen Sie Rassebeispiele.

35. Stimmt es, dass Windhunde und Schlittenhunde zwar einen großen Bewegungsbedarf haben, aber wenig Jagdmotivation?

36. Welche verschiedenen Jagdhund-Typen gibt es? Für welche Aufgabe werden/wurden sie gezüchtet, welche Eigenschaften sind typisch? Nennen Sie Rassebeispiele.

37. Sollten Hundebesitzer sorgfältig die passende Rasse auswählen oder kommt es lediglich darauf an, auf einen guten Züchter zu achten?

38. Wie sollte man sich als Hundehalter bei einer Hunderauferei verhalten?

39. Wie sollte man als Hundehalter reagieren, wenn der eigene Hund einen anderen Hund/Menschen anknurrt oder anderweitig bedroht?

40. Wie sollte man als Hundehalter reagieren, wenn man vom eigenen Hund angeknurrt oder anderweitig bedroht wird?

41. Gibt es einen „Welpenschutz“? Schließt dieser Babys mit ein?

42. Gefahrenvermeidung Hund-Kind: Was muss man als Hundehalter beachten, wenn ein Baby geboren wird, wenn Hund und Kind im selben Haushalt leben oder Kinder zu Besuch kommen?

II. Prüfungsfragen Themengebiet: Ausdrucksverhalten

1. Welche Kommunikationsformen des Hundes gibt es?

2. Worüber gibt das optische Ausdrucksverhalten eines Hundes Auskunft?

3. Was ist für die Beurteilung des optischen Ausdrucksverhaltens eines Hundes wichtig?

4. Welche optischen Ausdrucksmittel hat der Hund? Welche Schwierigkeiten können sich diesbezüglich rassebedingt ergeben?

5. Welche Bedeutung hat das Schwanzwedeln des Hundes?

6. Woran erkennt man einen unsicheren bzw. ängstlichen Hund?

7. Kann ein ängstlicher Hund auch aggressives Verhalten zeigen?

8. Welche zwei Formen der Unterwerfung werden unterschieden und wodurch zeichnen sie sich aus?

9. In welchem Zusammenhang wird das Auf-den-Rücken-Rollen von Hunden gezeigt?

10. Erläutern Sie anhand verschiedener Beispiele die Funktion von Beschwichtigungssignalen.

11. Woran kann man erkennen, dass ein Hund während einer Trainingseinheit überfordert ist? Was bedeutet das in Bezug auf das weitere Training mit dem Hund?

12. Welche zwei Formen des Drohens werden unterschieden und woran kann man diese erkennen? Nennen Sie typische Kennzeichen des jeweiligen Drohverhaltens.

13. Was versteht man unter einem Komment- oder Showkampf und inwiefern unterscheidet er sich von einem Ernstkampf?

14. Woran erkennt man Spielverhalten?

15. Gibt es Mobbing unter Hunden und wenn ja, inwiefern beeinflusst es das Verhalten der beteiligten Hunde? Wie verhalten Sie sich in einer solchen Situation?

16. Welche Funktionen hat das Spiel?

17. Wie kann sich ein Mensch im Umgang mit einem unsicheren Hund verhalten, um nicht bedrohlich zu wirken?

III. Prüfungsfragen Themengebiete: Lernverhalten, Stress

1. Welche Lernformen beim Hund gibt es?

2. Was versteht man unter dem Begriff „Gewöhnung“ („Habituation“)? Nennen Sie mind. ein Beispiel.

3. Wie entstehen Ängste bei Hunden?

4. Nennen Sie Eigenschaften der klassischen Konditionierung.

5. Auf welcher Lernform beruht der Aufbau des Clickers beim Hund? Beschreiben Sie anhand eines Beispieles, wie dieser konditioniert wird.

6. Erklären Sie, wie ein neutraler Reiz bei der klassischen Konditionierung zu einem konditionierten Reiz wird.

7. Nennen Sie ein Beispiel für das Lernprinzip das auf Versuch und Irrtum beruht. Mit welchem Fachbegriff wird diese Lernform bezeichnet?

8. Nennen Sie zwei Nachteile beim Training des Hundes mit Hilfe von positiver Strafe.

9. Welche Voraussetzungen müssen beim Einsatz von positiver Strafe erfüllt sein, damit der Hund das unerwünschte Verhalten unterlässt?

10. Welche jeweils zwei Formen von Strafe und Belohnung gibt es im Rahmen der instrumentellen Konditionierung. Nennen Sie je ein Beispiel.

11. Welche Verstärker im Hundetraining kennen Sie und welche sind aus lerntheoretischer Sicht am empfehlenswertesten?

12. Nennen Sie zwei Vorteile die ein Korrekturwort gegenüber einer positiven Strafe bietet.

13. Wie definiert man die Latenzzeit bei einem Kommando?

14. Wie wirkt sich Ihrer Meinung nach das Ignorieren von unerwünschten selbstbelohnenden Verhaltensweisen aus?

15. Beschreiben Sie anhand eines Beispiels „backward chaining“ (Rückwärtsaufbau) im Hundetraining.

16. Das Wortsignal „Sitz“ wird von dem Handsignal für „Sitz“ überschattet. Was ist Ihr nächster Trainingsschritt?

17. Welche Gefahr besteht beim Training von konditioniertem Meideverhalten? Nennen Sie zwei Beispiele.

18. Welche unterschiedlichen Belohnungskriterien gibt es bei der Übung „Sitz“? Nennen Sie drei Beispiele.

19. Welche Anforderungen sollten Halsbänder erfüllen? In welchen Fällen sind sie tierschutzrelevant? Nennen Sie Beispiele für tierschutzrelevante Halsbänder.

20. Welche Anforderungen sollte ein Brustgeschirr erfüllen? In welchen Fällen sind sie tierschutzrelevant? Nennen Sie ein Beispiel für ein tierschutzrelevantes Erziehungsgeschirr.

21. Nennen Sie ein Beispiel für eine unerwünschte Verknüpfung beim Training mit Strafreizen.

22. Erklären Sie was man unter Signalkontrolle versteht und nennen Sie ein Beispiel.

23. Nennen Sie ein aversives Trainingshilfsmittel in der Hundeerziehung, dessen Verwendung durch das Tierschutzgesetz verboten ist.

24. Welche psychischen und physischen Auswirkungen hat kurz- oder langfristiger Stress auf den Hund?

25. Zählen Sie häufige Stressoren im Hundetraining auf und welche Gegenmaßnahmen können jeweils ergriffen werden.

26. Wie wirkt sich Stress im Hundetraining auf die Lernbereitschaft des Hundes aus?

27. Nennen Sie sechs Verhaltensweisen beim Hund die auf Stress hindeuten können.

28. Erläutern Sie das Training mit der Fisher-Disc/Klapperbüchse. Welche Probleme können durch den Einsatz möglicherweise entstehen?

IV. Prüfungsfragen Themengebiet: Verhaltensprobleme

1. Welche vier Reaktionen („4-F-Reaktionen“) können Hunde aufgrund von Bedrohung zeigen.

2. Hunde können verschiedene Verhaltensstrategien zeigen. Bitte nennen Sie vier verschiedene Faktoren, die das Verhalten eines Hundes dahingehend beeinflussen, ob er attackiert oder die Flucht ergreift.

3. Nennen Sie sieben Ursachen, welche bei Hunden aggressives Verhalten auslösen können.

4. Nennen Sie Therapiemaßnahmen (mind. acht) um Verhaltensprobleme zu beseitigen.

5. Erläutern Sie kurz die Verhaltensproblematik „Trennungsangst“ und nennen Sie fünf Ursachen weshalb Hunde „Trennungsangst“ entwickeln können.

6. Nennen Sie mind. fünf Symptome mit denen „Trennungsangst“ einhergehen kann.

7. In Ihrer Hundeschule wird ein Hund mit „Trennungsangst“-Problemen vorgestellt. Nennen Sie jeweils mind. drei Maßnahmen aus dem Bereich Haltungsmanagement und Verhaltenstraining zur Behandlung der „Trennungsangst“. Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrer Behandlung?

8. Was versteht man unter „Angst“ und „Phobie“? Legen Sie den Unterschied jeweils anhand eines Beispiels dar.

9. Welche sechs Symptome können mit dem Verhaltensproblem „Ängste“ einhergehen?

10. Welche Maßnahmen (mind. sieben) empfehlen Sie zur Behandlung von Ängsten.

11. In Ihrer Hundeschule klagt ein Hundehalter darüber, dass sein Hund „Furcht vor Geräuschen“ zeigt. Nennen Sie die Allgemeinursachen mit jeweils einem Beispiel und die Therapiemaßnahmen (mind. fünf).

12. Unterscheiden Sie die Verhaltensprobleme „unerwünschtes Jagdverhalten“ und „aggressives Verhalten“. Welche vier Entstehungsursachen kann „Unerwünschtes Jagdverhalten“ haben?

13. Nennen Sie Auslöser (mind. zwei) für „unerwünschtes Jagdverhalten“ und legen Sie dar, inwieweit die Auslöser erlernt sind, oder von Hunger und vom Alter abhängen.

14. Nennen Sie den Ablauf der „Verhaltenskette Jagd“ und nennen Sie mind. zwei Anzeichen, welche auf „Unerwünschtes Jagdverhalten“ hinweisen?

15. Nennen Sie Maßnahmen (mind. acht) zur Behandlung von „Unerwünschtem Jagdverhalten“.

16. In Ihrer Hundeschule wird ein Hund vorgestellt, welcher „Unerwünschtes Jagdverhalten“ zeigt. Welche vier Maßnahmen soll der Besitzer während eines Spazierganges ergreifen? Welche Prognose geben Sie dem Besitzer und warum?

17. Während des Trainings kommt es zwischen zwei Hunden zu einer heftigen Beißerei. Wie verhalten Sie sich? Welche Maßnahmen können Sie ergreifen um Beißereien zu vermeiden?

V. Prüfungsfragen Themengebiet: Tierschutz

1. Dürfen Hunde mit kupierten Ohren in Deutschland auf der Hundeausstellung gezeigt werden?

2. Bei welchen Hunderassen geht der Gesetzgeber in Bayern stets von der Eigenschaft als Kampfhund aus?

3. Ein Tier ist unheilbar krank oder altersschwach. Wie verhalten Sie sich?

4. Ein Person erwirbt ein Tier, das an eine bestimmte Nahrung gewöhnt ist, die die Person aber nicht anbieten möchte. Darf sie eine Zwangsfütterung zwecks einer Futterumstellung vornehmen?

5. An Jugendliche welchen Alters dürfen Tiere ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten abgegeben werden?

6. Dürfen Sie einer Person ein krankes Tier verkaufen, wenn sie es gesund pflegen will?

7. Gibt es Rechtsvorschriften für die Haltung von Hunden und wenn ja, welche?

8. Wie beurteilen Sie die Mitnahme von Hunden in ein Zoogeschäft?

9. In menschlicher Obhut werden die Bewegungsmöglichkeiten eines Tieres meist eingeschränkt. Ist dies nach dem Tierschutzgesetz zulässig?

10. Darf man einen Hund im Zwinger halten ohne ihm Auslauf zu gewähren?

11. Was ist bei der Einzelhaltung von Hunden zu beachten?

12. Welche Behörde ist in Bayern für die Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz zuständig?

13. Darf man einen Hund im Zwinger anbinden?

14. Welche Ausbildungsmethoden in der Hundeerziehung sind verboten?

15. Sie haben eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz zum gewerbsmäßigen Ausbilden von Hunden. Gilt Ihre bisherige Erlaubnis auch für die Schutzhundeausbildung für Dritte?

16. Inwieweit ist es erlaubt, einem Tier Leistungen abzuverlangen?

17. Nennen Sie die in § 2 des Tierschutzgesetzes festgelegten Pflichten eines Tierhalters gegenüber seinem Tier.

18. Ist das Kupieren der Ohren bzw. der Rute bei Hunden erlaubt?

19. Einem Hund, der jagdlich geführt werden soll, soll die Rute kupiert werden. Ist dies zulässig?

20. Was ist zu beachten, wenn ein Hund im Auto zurückgelassen werden soll?

21. Wie muss die Umzäunung eines Zwingers für Hunde aussehen?

22. Darf ein Hund an einem Würgehalsband angebunden werden?

23. Darf man einen Hund in einem Kellerraum halten, in den kein Tageslicht einfällt?

24. Ein Hund ist in einem Zwinger untergebracht, der auf allen vier Seiten mit einer Mauer umgeben ist. Ist diese Einzäunung zulässig?

25. Darf eine trächtige Hündin im letzten Drittel der Trächtigkeit angebunden gehalten werden?

26. Unter welchen Voraussetzungen darf ein Tier getötet werden?

27. Erläutern Sie „Qualzucht“. Wie ist dieses Problem rechtlich geregelt?

28. § 1 des Tierschutzgesetzes verpflichtet jeden, Tieren ohne vernünftigen Grund keine Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Welche Tiere umfasst dieser Schutz?

29. Mit welchen Folgen muss jemand rechnen, der einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt?

30. Ab welchem Alter darf man einen Hund angebunden halten?

31. Welche Anforderungen gelten für die Schutzhütte eines Hundes, der im Freien gehalten wird?

32. Gibt es Einschränkungen, wo Hunde frei laufen dürfen?

33. Werden an die Betreuungsperson für Hunde in einer gewerbsmäßigen Hundezucht besondere Anforderungen gestellt?

34. Für wie viele Zuchthunde und ihre Welpen benötigt ein gewerbsmäßiger Hundezüchter eine Betreuungsperson?

35. Welche Hunde gelten in Bayern als „Kampfhunde“? Was muss bei diesen Hunden beachtet werden?

36. In welchem Alter darf man einen Hundewelpen vom Muttertier trennen?

37. Wer ist berechtigt, Impfungen an Tieren vorzunehmen?

38. Welche Zwingerfläche benötigt ein Rehpinscher?

39. Unter welchen Voraussetzungen darf die sog. Afterkrallen/Wolfskralle bei Hundewelpen entfernt werden und wer darf diese entfernen?

40. Wie sieht eine korrekte Anbindehaltung für Hunde aus?

41. Welche Zwingerfläche benötigt ein Bernhardiner mit einer Widerristhöhe von 67 cm?

VI. Prüfungsfragen Themengebiete: Übungsgestaltung, Motivation und Training

1. Wie lange sollte eine Übungseinheit dauern?

2. Wie sollte man nach Möglichkeit eine Übung beenden?

3. Wann sollte eine Übung abgebrochen werden?

4. Was ist Motivation und durch was kann sie beeinflusst werden?

5. Womit können Hunde motiviert werden und ist das für jeden Hund gleich?

6. Was ist konkurrierende Motivation?

7. Was ist der Unterschied zwischen Eigen- und Fremdmotivation?

8. Warum soll „Über“motivation in der Ausbildung vermieden werden?

9. Benötigt man einen Trainingsplan und wozu dient dieser?

10. Was muss man beachten, wenn man einen Hundekurs gestalten möchte?

11. Wann ist ein Einzeltraining angebracht?

12. Wie groß darf eine Welpengruppe sein?

13. Was können theoretische Lerninhalte eines Welpenkurses sein?

14. Was können praktische Lerninhalte eines Welpenkurses sein?

15. Bestehen gesundheitliche Risiken bei Leistungshunden im Agility entstehen? Erläutern Sie diese.

16. Über welche Motivation sollte im Schutzhundesport ausgebildet werden? Welche Gefahren können hierbei entstehen?

17. Was versteht man unter Nasenarbeit beim Hund?

18. Welche verschiedenen Sparten der Hundeausbildung gibt es?

19. Welche Auswirkungen haben klimatische Umstände auf das Training? Erläutern Sie, wie Sie mit Hunden bei 40 °C trainieren. Wie führen Sie das Agility-Training bei gefrorenem Boden durch?

20. Wann müssen Sie in einer Welpengruppe eingreifen? Erläutern Sie Ihre Vorgehensweise.

VII.Prüfungsfragen Themengebiete: Veterinärmedizinische Grundlagen

1. Wo ist beim Hund das Kniegelenk/Ellenbogengelenk? (Anhand eines Fotos)

2. Wann beginnt der Zahnwechsel und wann ist er in etwa abgeschlossen? Wie vielen Zähne hat der Hund, wenn er ausgewachsen ist?

3. Welche Sinne sind beim Hund besonders gut ausgeprägt?

4. Wie oft im Jahr wird eine Hündin läufig?

5. Was ist gemeint, wenn Hunde nach dem Deckakt „hängen bleiben“? Darf man Hunde während sie „hängen bleiben“ gewaltsam trennen?

6. Wie lange ist eine Hündin im Durchschnitt trächtig?

7. Worauf muss man bei der Fütterung eines Welpen achten? Welche gesundheitlichen Probleme können durch Fütterungsfehler entstehen?

8. Welche Pflegemaßnahmen sind bei Hunden erforderlich?

9. Welche Temperatur, welche Pulsfrequenz und welche Atmungsfrequenz sind bei gesunden Hunden in Ruhe normal?

10. Wie kann man den Kreislaufzustand eines Hundes bestimmen?

11. Woran erkennen Sie, dass ein Hund einen schlechten Gesundheitszustand aufweist? Wie verhalten Sie sich?

12. Während der Ausführung einer Übung zeigt ein Hund plötzlich Schmerzen. Woran können Sie diese erkennen? Wie verhalten Sie sich in dieser Situation?

13. Ein Hundebesitzer möchte mit seinem Hund, welcher unter Durchfall leidet, ansonsten aber einen guten Gesundheitszustand aufweist am Training teilnehmen. Wie verhalten Sie sich und weshalb?

14. Welche Maßnahmen müssen Sie ergreifen, um die Hygiene auf dem Hundeplatz bzw. in Ihren Räumen zu gewährleisten?

15. Ein Hundebesitzer klagt darüber, dass sein Hund schon länger „Schlitten fährt“. Nennen Sie Gründe für dieses Verhalten. Welche Maßnahmen empfehlen Sie dem Besitzer?

16. Was ist ein Schock? Wodurch kann es zu einem Schock kommen und woran können Sie diesen erkennen?

17. Was muss beim Anlegen eines Pfotenverbandes beachtet werden?

18. Woran können Sie beim Hund eine Magendrehung erkennen? Wie sollten Sie sich verhalten?

19. Worauf muss bei der Auswahl eines Hundespielzeuges geachtet werden, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden?

20. Gegen welche Erkrankungen sollte ein Hund geimpft werden? Legen Sie ein gängiges Impfschemata dar.

21. Warum ist eine Endo- und Ektoparasiten-Prophylaxe wichtig? Wie sollte diese durchgeführt werden?

22. Wie alt müssen Welpen sein, damit sie gegen Tollwut geimpft werden können?

23. Was müssen Hundehalter beachten, wenn sie mit ihrem Hund ins Ausland reisen möchten? Wo kann sich der Hundehalter diesbezüglich informieren?

24. Ein Hundebesitzer, welcher bisher noch nicht in Ihrer Hundeschule vorstellig wurde, möchte am heutigen Training teilnehmen. Wie verhalten Sie sich?

VIII. Videoszenen

1. Begegnung Hund – Hund

2. Begegnung Hund – Mensch

3. Jagdverhalten vs. Aggressives Verhalten

4. Spielverhalten vs. Aggressives Verhalten

5. Trainingsfehler (Timing, Anschreien, Leinenruck)

6. Stressanzeichen (Beschwichtigungssignale etc.)

7. Aggressives Verhalten (Defensiv, offensiv)

8. Erlernte Aggression

9. Welpenspiel und Mobbing

10. Trennungsangst

11. Angst und Unsicherheit

12. Tierschutzwidrige Hilfsmittel

13. Tierschutzwidrige Methoden

14. Kranker Hund (Lahmheit, Unwohlsein, Schmerzen)

IX. Fotos

1. Ausdrucksverhalten

2. Hunderassen

3. Kategorie-Hunde

4. FCI-Gruppen

b) Fragekatalog praktische Prüfung

Die praktische Prüfung setzt sich aus zwei Teilbereichen zusammen. Zum einen wird dem Prüfling eine Problemstellung, wie z.B. mangelnde Leinenführigkeit eines Hundes vorgestellt, zum anderen soll eine neue Lektion mit einem Hund-Halterteam erarbeitet werden. Hierbei soll der Prüfer erste Schritte für die Lösung des Problems einleiten und eine Perspektive aufzeigen, wie der weitere Verlauf des Trainings sein wird.

I. Problemstellung Hund – Halter

1. Leinenführigkeit

2. Rückruf

3. Ständiges Bellen

4. Jagdverhalten

5. Leinenbeißen

6. Angstverhalten unter verschiedenen Umständen (z.B. Böden, Menschen, Gegenständen)

7. Ressourcenkontrolle

8. Beißhemmung

9. Pantophagie

10.Anspringen von Personen

11.Unruhe

12.Trennungsangst

13.Wadenbeißer

14.Medical Training

15.Steigt nicht in Autos ein

16.„Hund schaut mich nicht an“

17.Aggression gegenüber anderen Tieren

18.Aggression gegenüber Menschen

II. Lernsituationen und Lektionen

1. Leinenführigkeit

2. Anschauen auf Signal

3. Platz auf Distanz

4. Platz aus Bewegung

5. Nasen/Pfoten Target

6. Rückruftraining und Anti-Jagdtraining

7. Maulkorbgewöhnung

8. Tierarzttraining

9. Bleib

10. Aufbau eines Abbruchwortes

11. Deckentraining

12. Boxentraining

13. Anhalten aus der Bewegung

14. Steh aus der Sitz- und Platzposition

15. Drehen um die eigene Achse

16. Seitenwechsel im Fuß

17. Zweite Seite Fuß

18. Gegenstand anzeigen

19. Peng

20. Aufbau eines sekundären Verstärkers

21. Aufbau eines Hörzeichens

22. Bringsel und Apport

23. Grundstellung, Vorsitzen

24. Slalom durch die Beine

25. Schicken um Gegenstände

26. Ausgeben

27. Hintereinander gehen

28. Schicken in eine Richtung, Voran

29. Verbeugen

30. Rückwärtslaufen

31. Pfötchen geben

32. Aufbau eines Sichtzeichens

Quelle: Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde, Tierhygiene und Tierhaltung LGL (Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)

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